DBA-Wortlaut

(1)   Jeder Vertragsstaat kann einer Person im Gebiet des anderen Vertragsstaats Schriftstücke durch die Post unmittelbar zusenden.

(2)   Auf Ersuchen eines Vertragsstaats stellt der andere Vertragsstaat dem Empfänger die Schriftstücke einschließlich gerichtlicher Entscheidungen zu, die aus dem ersuchenden Staat stammen und eine unter das Abkommen fallende Steuer betreffen.

(3)   Der ersuchte Staat stellt Schriftstücke zu
a) in einer Form, die sein Recht für die Zustellung im wesentlichen ähnlicher Schriftstücke vorschreibt;
b) soweit möglich in einer besonderen vom ersuchenden Staat gewünschten Form oder einer dieser am nächsten kommenden Form, die das Recht des ersuchten Staates vorsieht.

(4)   Dieses Abkommen ist nicht so auszulegen, als bewirke es die Nichtigkeit einer durch einen Vertragsstaat in Übereinstimmung mir seinen Rechtsvorschriften vorgenommenen Zustellung, wenn sie im Gegensatz zu den Bestimmungen dieses Artikels steht.

Kommentar

Nach dieser Bestimmung müssen Dänemark und Deutschland einander bei der Zustellung von Schriftstücken behilflich sein. Nach Absatz 1 kann jedes der beiden Länder an eine in dem anderen Land ansässige Person Verwaltungsakte auf dem normalen Postweg schicken.

Auf Ersuchen stellt das ersuchte Land Schriftstücke und gerichtliche Entscheidungen förmlich zu.
Die Bestimmung beschreibt die Art der förmlichen Zustellung. Es gilt grundsätzlich das Recht des ersuchten Landes.
Werden die Bestimmungen in Artikel 35 nicht eingehalten, bedeutet dies nicht die Nichtigkeit einer Zustellung. Jedoch muss zumindest die Zustellung in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften des Landes stehen, das sie vorgenommen hat.